Ein Schornstein verhindert, dass giftige Rauchgase aus den Kessel oder Ofen abziehen und nicht in den Heiz- oder Wohnbereich austreten. Sie werden über das Dach in die Atmosphäre abgeleitet. In Abhängigkeit der Wärmeleistung sind Bauart, Querschnitt und Höhe der Abgasanlage zu berechnen. Schornsteine können aus Keramik, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff bestehen. Wichtige Anforderung sind eine tauwasserfreie Konstruktion, eine korrosionbeständige Bauart und Brandsicherheit.
Der Querschnitt des Schornsteins bestimmt sich nach der Nennleistung und ist so zu bemessen, dass eine ordnungsgemäße Ableitung der Abgase ins Freie stattfinden kann. Bei Einfamilienhäusern werden Rohrdurchmesser zwischen 150 und 180 mm empfohlen. Soll er gemauert oder mit Fertigsteinen gesetzt werden, entspricht dies einen Querschnitt von ca. 160 x 160 mm. Je höher ein Schornstein errichtet wurde, desto besser zieht er. Abgase besitzen durch die bei der Verbrennung zugeführte Wärme eine höhere Temperatur als die Außenluft. Dadurch entsteht in der Abgasanlage eine Auftriebskraft, die den Transport der Abgase bewirkt. Schornsteine in Altbauten sollten auf ihre Eignung für Pelletkessel geprüft werden. Die Höhe eines Schornsteins sollte mindestens 4 m betragen.
Das Rauchrohr zwischen Ofen und Schornstein sollte kurz und mit ausreichender Steigung verlaufen (mind. 45° bis 60°). Mehrere Bögen (> 90°) sind zu vermeiden. Das Rauchgas muss den Kessel strömungsgünstig verlassen können. Für die Rauchgasregulierung wird unterhalb des Anschlusses eine Regulierungsklappe (Zugbegrenzer) eingebaut. Der Zugbregrenzer verhindert Kondensation im Kamin und reduziert Stillstandsverluste. Ist der Auftrieb zu hoch, wird er durch die bewegliche Klappe begrenzt. Außerdem ist sie mit einer Verpuffungsklappe kombiniert.

Schornsteinanschluss
Die Durchschnittstemperatur im Schornstein liegt zwischen 160° und 330°. Im Teillastbereich einer Pelletanlage können auch Werte zwischen 90° und 160° auftreten. Dadurch steigt der Feuchtigkeitsgehalt im Kamin. Um das Tauwasser genügend abzuleiten, werden für Pelletanlagen mehrschalige Kamine mit keramischen Innenrohr und Dämmung zwischen Rohr und Mantel verwendet.
Schornsteine können im inneren eines Gebäudes oder an der Außenwand errichtet werden. Aus bau- und funktionstechnischen Gründen sollten sie so angeordnet werden, dass die Mündung in der Nähe der höchsten Dachkante liegt. Der über dem Dach freistehende Teil der Abgasanlage ist so relativ kurz und bietet den Windkräften und der Witterung weniger Angriffsfläche. Die Mündung des Schornsteins sollte nicht in Fenster- oder Balkonnähe gelegt werden. Sie muss den First um mindestens 80 cm überragen oder mindestens 1 m von der Dachfläche entfernt sein.
