Kessel

Kessel und Kesseltypen einer Holzpelletheizung


Holzpellets können als Einzelöfen, Zentralheizungen oder Kombikessel installiert werden.

Einzelöfen für Holzpellets

Pellet-Einzelöfen sind für die Beheizung eines einzelnen Raumes oder von Niedrigenergiehäusern geeignet. Sie werden bis ca. 11 kW angeboten und wie Kaminöfen aufgestellt. Im Unterschied zu Kaminöfen besitzen Pellet-Öfen einen im Gerät integrierten Vorratsspeicher für die Pellets. Der Vorratsbehälter ist so ausgelegt, dass der Pelletvorrat für ein bis mehrere Heiztage, je nach Wärmebedarf ausreicht. Während des Heizbetriebes können die Holzpellets gefahrlos nachgefüllt werden. Der Vorratsbehälter wird manuell per Eimer mit Pellets aus Bigbags (800 kg) oder einem Lagerraum, beziehungsweise direkt mit dem 15-kg-Sack befüllt.
Durch Strahlung oder ein Gebläse wird die erzeugte Wärme an den Raum abgegeben. Eine Sichtscheibe bietet einen Blick auf die Flammen und erhöht so das Ambiente. Einige Hersteller bieten auch Wärmetauscher an. Dabei wird zusätzliche Wärme in das bestehende Heizungsnetz geliefert. So können auch Nachbarräume davon profitieren und mit erwärmt werden. Die Zündung kann automatisch, mit Fernbedienung, Zeitschaltuhr oder per Raumthermostat aktiviert werden. Die Zufuhr der Pellets ist automatisiert, je nach Leistungsbedarf.

Die Vorteile liegen in einer einfachen Bedienbarkeit bei vollautomatischem Verbrennungsablauf. Die Holzpellets können jederzeit bezogen werden und müssen nicht, wie bei Scheitholzöfen, vorher aufwendig bereitgestellt werden. Der geringe Anschaffungspreis steht gegenüber einem höheren Bedienungs- und wartungsaufwand. In Niedrigenergiehäusern können Peletöfen als Hauptheizsystem eingesetzt werden. Auch in Verbindung mit Wärmepumpen oder Solar ergänzen Pelletöfen den Wärmebedarf in besonders kalten Jahreszeiten.

Zentralheizungskessel für Holzpellets

Zentralheizungskessel werden im Heizraum eines Gebäudes installiert um Ein- und Zweifamilienhäuser selbstständig mit Holzpellets zu beheizen. Zu erwerben sind halb- und vollautomatische Pellet-Zentralheizungen. Der Unterschied liegt im Arbeitsaufwand bei der Befüllung des Vorratsbehälters bzw. Lagerraums. Halbautomatische Kompaktanlagen besitzen einen kleineren Vorratsbehälter. Mit einem Volumen von ca. 400 I, ist eine wöchentliche Befüllung unumgänglich. Der Vorteil liegt in der Einsparung von Lagervolumen. Vollautomatische Anlagen werden einmal im Jahr mit Hilfe eines Pellet-Tankwagens aufgefüllt.  

Durch Förderschnecken oder Saugsystemen sind Lagerräume oder –tanks mit dem Heizkessel verbunden. Die Pellets werden vollautomatisch transportiert und durch elektronische Regelungstechnik schadstoffarm verbrannt. Wärme wird, wie bei Öl- oder Gasheizungen durch Wärmetauscher abgegeben. Es können Kessel von 10 bis 30 kW erworben werden. Eine vollautomatische Pellet-Zentralheizung kann durch ihren Bedienkomfort ohne weiteres mit herkömmlichen Ölheizungen konkurrieren.

Kombikessel für Holzpellets und Scheitholz

Kombikessel sind optimale Lösungen, wenn über längere Zeiträume neben Holzpellets auch Scheitholz in einem Kessel verfeuert werden soll und gleichzeitig auf eine automatische Feuerung nicht verzichtet werden kann. Sie funktionieren durch Kombination von Scheitholz- und Stückholzkessel. In Anhängigkeit vom Lagervolumen sind Pelletvorräte von mehreren Monaten möglich. Bei Störungen der Pelletversorgung kann problemlos mit Stückholz weitergefeuert werden. Damit besitzt man doppelte Sicherheit in der Brennstoffversorgung. In Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Zeit, kann die Wohnung mit preiswerteren Scheitholz beheizt werden. Je nach Ausführung lässt sich die Anlage einfach per Knopfdruck auf Stückholzbetrieb umstellen oder sie schaltet automatisch auf Pelletfeuerung, wenn das Scheitholz verbrannt ist.

Aufbau des Kessels der Holzpelletheizung


Der Grundaufbau eines Pelletkessel ist immer ähnlich. Nachstehende Elemente sind bei jedem Ofen in unterschiedlichen Bauformen vorhanden:

  • Ofen- oder Kesselkörper
  • Brennkammer
  • Brenner
  • Elektrische Zündung
  • Wärmetauscher
  • Saugzuggebläse
  • Rauchgaszüge
  • Vorratsbehälter
  • Rückbrandsicherung
  • Förderschnecken
  • Aschebehälter
  • Steuerungselemente

Ein Stahlblechgehäuse bildet das Grundgerüst des Kesselkörpers. In dieser Konstruktion sind die oben genannten Bauteile eingebracht. Die Brennkammer ist ein aufrechter Schlot, der von einem Wärmetauscher umgeben ist. Die Übertragung der Wärme erfolgt in den Kesselzügen auf Wasser oder Luft. Pellets sind Festbrennstoffe und enthalten Flugasche. Daher ist eine regelmäßige Reinigung der Kesselzüge notwendig. Durch eine Reinigungsautomatik werden wendelförmige Spiralen in den Zügen bewegt. Sie garantieren einen Komfort, vergleichbar mit Öl- oder Gasheizungen. Um einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen, wird in den Rauchzügen zusätzlich Wärme entzogen. 



 

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Publiziert am: Sonntag, 20. Juli 2008 (2187 mal gelesen)
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