Pelletheizungen können in Neubauten oder in sanierten Altbauten eingesetzt werden. Durch Automatisierung der Anlage wird die Wärmeversorgung das ganze Jahr abgedeckt. Unterschiedliche Kesselsysteme und ausgeklügelte technische Steuerungen erlauben eine Anpassung an jedem Gebäudetyp. Soll das gesamte Gebäude mit Wärme versorgt werden, fällt die Entscheidung zu Gunsten einer Holzpelletzentralanlage. Zur Verbesserung des Raumklimas und der Ambiente können einzelne Räume (z.B. Werkstätten, Büro-, Hobby- und Partyräume) mit einem Holzpelletofen ausgestattet werden.
Zwei Drittel des Gesamtenergieverbrauches eines Privathaushaltes werden für Heizkosten ausgegeben. Hier liegt das größte Einsparpotential, denn alle Wärmeverluste an Fenster, Türen, Dach und Wänden müssen durch teure Heizungsenergie wieder ausgeglichen werden. Neben Schutzmaßnahmen durch Wärmedämmung, Wärmeschutzverglasung, geregelte Raumtemperatur und kontrolliertem Lüften, ist die Wahl der effektivsten Beheizungsart die wichtigste Stellschraube. Vor dem Einbau einer neuen Heizanlage sollte aber erst die Sanierung des Gebäudes abgeschlossen sein. Danach verringert sich der Heizbedarf erheblich. Die neue Heizung kann infolge kleiner berechnet werden.

Ein thermografisches Bild gibt Aufschluss über Wärmebrücken und Wärmedämmeigenschaften des Hauses.
Allein das Ersetzen eines alten Gas- oder Ölkessels durch einen modernen Holzpelletkessel senkt die Kosten jährlich um mehrere hundert Euro. Daneben leistet man einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt, des Klimas und der natürlichen Energieressourcen. Architekten und Heizungsinstallateure berechnen mit spezieller Software den Wärmebedarf eine Hauses. Anhand der Nennleistung wird die Größe des Kessels festgelegt. Überdimensionierte Kessel sind sehr teuer und laufen unökonomisch, da sie wegen langer Stillstandzeiten geringe Leistungen fahren und so den Wirkungsgrad reduzieren. Emissionen und Brennstoffverbrauch erhöhen sich. Außerdem wird die Lebensdauer der Anlage verkürzt.
Der Wirkungsgrad eines Kessels ist eine wichtige Kenngröße bei der Auswahl einer Heizanlage. Er bildet das Verhältnis von nutzbarer Wärmeenergie zum Energiegehalt des Brennstoffes. Hohe Wirkungsgrade erreichen eine saubere, vollständige Verbrennung bei guter Wärmeübertragung. Bei optimaler Einstellung des Abgastemperaturen erzielen Pelletkessel Wirkungsgrade von 90 % bis 95 %.
Der Primärenergiefaktor ist eine wichtige Kenngröße bei der Auswahl der Heizanlage. Er kennzeichnet das Verhältnis von insgesamt aufgewendeter Primärenergie zur Endenergie. Der Faktor kann kleiner oder größer 1 sein und im günstigsten Fall z. B. bei Solarenergie auch Null sein. Je kleiner desto besser. Holzpellets verfügen über einen Wert von 0,2. Bei Erdgas, Heizöl oder Kohle liegt der Faktor bei 1,1.
Primärenergie existiert in der Umwelt in Form von natürlichen Rohstoffen wie Kohle, Rohöl, Uran oder Holz. Diese wird in nutzbare Endenergie umgewandelt, z.B. Erdgas, Heizöl, Strom oder Kraftstoff. Schließlich wird diese Energieform in Nutzenergie in Form von Strom, Wärme oder Kraft umgesetzt. Bei der Umwandlung entstehen unterschiedlich hohe Verluste. Der spezifische Primärenergiefaktor berücksichtigt den Verlust bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung eines Energieträgers. Aus dem Primärenergiefaktor lassen sich Energieeffizienz und der schonende Umgang mit Ressourcen ablesen. Je umweltschonender die Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor.
Der Gesetzgeber schreibt mit der Energiesparverordnung (EnEV) Auflagen vor, um den Energieverbrauch eines Gebäudes zu verbessern. Wird ein Haus zu über 70 % mit regenerativer Energie (z.B. Holzpellets) versorgt, entfällt eine Begrenzung des Primärenergiebedarfes. Dadurch reduzieren sich vorgeschriebene Wärmeschutzmaßnahmen und die Beantragung von Fördergeldern wird attraktiver. Insgesamt wird die Wirtschaftlichkeit der Holzpelletanlage verbessert.
